Johann von Goethe strana 4 z 5
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Prometheus
Prometheus. Ich will nicht, sag es ihnen! Und kurz und gut, ich will nicht! Ihr Wille gegen meinen! Eins gegen eins, Mich dünkt, es hebt sich! Merkur. Deinem Vater Zeus das bringen? Deiner Mutter? Prometheus. Was Vater! Mutter! Weißt du, woher du kommst? Ich stand, als ich zum erstenmal bemerkte Die Füße stehn, Und reichte, da ich Diese Hände reichen fühlte, Und fand die achtend meiner Tritte, Die du nennst Vater, Mutter.
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Satyros oder Der vergoetterte Waldteufel
Einsiedler. Ihr denkt, ihr Herrn, ich bin allein, Weil ich nicht mag in Städten sein. Ihr irrt euch, liebe Herren mein! Ich hab' mich nicht hierher begeben, Weil sie in Städten so ruchlos leben Und alle wandeln nach ihrem Trieb, Der Schmeichler, Heuchler und der Dieb: Das hätt mich immerfort ergetzt, Wollten sie nur nicht sein hochgeschätzt, Bestehlen und bescheißen mich, wie die Raben, Und noch dazu Reverenzen haben! Ihrer langweiligen Narrheit satt, Bin herausgezogen in Gottes Stadt, Wo's freilich auch geht drüber und drunter Und geht demohngeacht nicht unter. Ich sah im Frühling ohne Zahl Blüten und Knospen durch Berg und Tal, Wie alles drängt und alles treibt, Kein Pläcklein ohne Keimlein bleibt.
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Venetianische Epigramme
Sarkophagen und Urnen verzierte der Heide mit Leben. Faunen tanzen umher, mit der Bacchantinnen Chor Machen sie bunte Reihe; der ziegengefüßete Pausback Zwingt den heiseren Ton wild aus dem schmetternden Horn. Cymbeln, Trommeln erklingen; wir sehen und hören den Marmor. Flatternde Vögel! wie schmeckt herrlich dem Schnabel die Frucht! Euch verscheuchet kein Lärm, noch weniger scheucht er den Amor, Der in dem bunten Gewühl erst sich der Fackel erfreut. So überwältiget Fülle den Tod; und die Asche da drinnen Scheint, im stillen Bezirk, noch sich des Lebens zu freun. So umgebe denn spät den Sarkophagen des Dichters Diese Rolle, von ihm reichlich mit Leben geschmückt.
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Wilhelm Meisters Lehrjahre Band 2
Jeder, der mit lebhaften Kräften vor unsern Augen eine Absicht zu erreichen strebt, kann, wir mögen seinen Zweck loben oder tadeln, sich unsre Teilnahme versprechen; sobald aber die Sache entschieden ist, wenden wir unser Auge sogleich von ihm weg; alles, was geendigt, was abgetan daliegt, kann unsre Aufmerksamkeit keineswegs fesseln, besonders wenn wir schon frühe der Unternehmung einen übeln Ausgang prophezeit haben.
Deswegen sollen unsre Leser nicht umständlich mit dem Jammer und der Not unsers verunglückten Freundes, in die er geriet, als er seine Hoffnungen und Wünsche auf eine so unerwartete Weise zerstört sah, unterhalten werden. Wir überspringen vielmehr einige Jahre und suchen ihn erst da wieder auf, wo wir ihn in einer Art von Tätigkeit und Genuß zu finden hoffen, wenn wir vorher nur kürzlich so viel, als zum Zusammenhang der Geschichte nötig ist, vorgetragen haben.
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Wilhelm Meisters Lehrjahre Band 5
So hatte Wilhelm zu seinen zwei kaum geheilten Wunden abermals eine frische dritte, die ihm nicht wenig unbequem war. Aurelie wollte nicht zugeben, daß er sich eines Wundarztes bediente; sie selbst verband ihn unter allerlei wunderlichen Reden, Zeremonien und Sprüchen und setzte ihn dadurch in eine sehr peinliche Lage. Doch nicht er allein, sondern alle Personen, die sich in ihrer Nähe befanden, litten durch ihre Unruhe und Sonderbarkeit; niemand aber mehr als der kleine Felix. Das lebhafte Kind war unter einem solchen Druck höchst ungeduldig und zeigte sich immer unartiger, je mehr sie es tadelte und zurechtwies.
Der Knabe gefiel sich in gewissen Eigenheiten, die man auch Unarten zu nennen pflegt und die sie ihm keinesweges nachzusehen gedachte. Er trank zum Beispiel lieber aus der Flasche als aus dem Glase, und offenbar schmeckten ihm die Speisen aus der Schüssel besser als von dem Teller. Eine solche Unschicklichkeit wurde nicht übersehen, und wenn er nun gar die Türe aufließ oder zuschlug und, wenn ihm etwas befohlen wurde, entweder nicht von der Stelle wich oder ungestüm davonrannte, so mußte er eine große Lektion anhören, ohne daß er darauf je einige Besserung hätte spüren lassen. Vielmehr schien die Neigung zu Aurelien sich täglich mehr zu verlieren; in seinem Tone war nichts Zärtliches, wenn er sie Mutter nannte, er hing vielmehr leidenschaftlich an der alten Amme, die ihm denn freilich allen Willen ließ.
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Wilhelm Meisters Wanderjahre Band 2
Die Wallfahrenden hatten nach Vorschrift den Weg genommen und fanden glücklich die Grenze der Provinz, in der sie so manches Merkwürdige erfahren sollten; beim ersten Eintritt gewahrten sie sogleich der fruchtbarsten Gegend, welche an sanften Hügeln den Feldbau, auf höhern Bergen die Schafzucht, in weiten Talflächen die Viehzucht begünstigte. Es war kurz vor der Ernte und alles in größter Fülle; das, was sie jedoch gleich in Verwunderung setzte, war, daß sie weder Frauen noch Männer, wohl aber durchaus Knaben und Jünglinge beschäftigt sahen, auf eine glückliche Ernte sich vorzubereiten, ja auch schon auf ein fröhliches Erntefest freundliche Anstalt zu treffen. Sie begrüßten einen und den andern und fragten nach dem Obern, von dessen Aufenthalt man keine Rechenschaft geben konnte. Die Adresse ihres Briefs lautete: "An den Obern, oder die Dreie." Auch hierin konnten sich die Knaben nicht finden; man wies die Fragenden jedoch an einen Aufseher, der eben das Pferd zu besteigen sich bereitete; sie eröffneten ihre Zwecke; des Felix Freimütigkeit schien ihm zu gefallen, und so ritten sie zusammen die Straße hin.
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Die Geschwister-Ein Schauspiel in einem Akt
WILHELM (an einem Pult mit Handelsbüchern und Papieren). Diese Woche wieder zwei neue Kunden! Wenn man sich rührt, gibt's doch immer etwas; sollt' es auch nur wenig sein, am Ende summiert sich's doch, und wer klein Spiel spielt, hat immer Freude, auch am kleinen Gewinn, und der kleine Verlust ist zu verschmerzen. Was gibt's? (Briefträger kommt.) BRIEFTRäGER. Einen beschwerten Brief, zwanzig Dukaten, franko halb. WILHELM. Gut! sehr gut! Notier Er mir's zum übrigen. (Briefträger ab.) WILHELM (den Brief ansehend). Ich wollte mir heute den ganzen Tag nicht sagen, daß ich sie erwartete. Nun kann ich Fabricen gerade bezahlen und mißbrauche seine Gutheit nicht weiter. Gestern sagte er mir: Morgen komm' ich zu dir! Es war mir nicht recht. Ich wußte, daß er mich nicht mahnen würde, und so mahnt mich seine Gegenwart just doppelt. (Indem der die Schatulle aufmacht und zählt). In vorigen Zeiten, wo ich ein bißchen bunter wirtschaftete, konnt' ich die stillen Gläubiger am wenigsten leiden. Gegen einen, der mich überläuft, belagert, gegen den gilt Unverschämtheit und alles, was dran hängt; der andere, der schweigt, geht gerade ans Herz und fordert am dringendsten, da er mir sein Anliegen überläßt. (Er legt Geld zusammen auf den Tisch.) Lieber Gott, wie dank' ich dir, daß ich aus der Wirtschaft heraus und wieder geborgen bin! (Er hebt ein Buch auf.) Deinen Segen im kleinen! mir, der ich deine Gaben im großen verschleuderte.—Und so—Kann ich's ausdrücken?—Doch du tust nichts für mich, wie ich nichts für mich tue. Wenn das holde liebe Geschöpf nicht wäre, säß' ich hier und verglich' Brüche?—O Marianne! wenn du wüßtest, daß der, den du für deinen Bruder hältst, daß der mit ganz anderm Herzen, ganz andern Hoffnungen für dich arbeitet!—Vielleicht! —ach!—es ist doch bitter—Sie liebt mich—ja, als Bruder—Nein, pfui! das ist wieder Unglaube, und der hat nie was Gutes gestiftet. —Marianne! ich werde glücklich sein, du wirst's sein, Marianne!
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Die Leiden des jungen Werther - Band 2
Gestern sind wir hier angelangt. Der Gesandte ist unpaß und wird sich also einige Tage einhalten. Wenn er nur nicht so unhold wäre, wär' alles gut. Ich merke, ich merke, das Schicksal hat mir harte Prüfungen zugedacht. Doch guten Muts! Ein leichter Sinn trägt alles! Ein leichter Sinn? Das macht mich zu lachen, wie das Wort in meine Feder kommt. O ein bißchen leichteres Blut würde mich zum Glücklichsten unter der Sonne machen. Was! Da, wo andere mit ihrem bißchen Kraft und Talent vor mir in behaglicher Selbstgefälligkeit herumschwadronieren, verzweifle ich an meiner Kraft, an meinen Gaben? Guter Gott, der du mir das alles schenktest, warum hieltest du nicht die Hälfte zurück und gabst mir Selbstvertrauen und Genügsamkeit?
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Die Wahlverwandtschaften
Eduard—so nennen wir einen reichen Baron im besten Mannesalter—Eduard hatte in seiner Baumschule die schönste Stunde eines Aprilnachmittags zugebracht, um frisch erhaltene Pfropfreiser auf junge Stämme zu bringen. Sein Geschäft war eben vollendet; er legte die Gerätschaften in das Futteral zusammen und betrachtete seine Arbeit mit Vergnügen, als der Gärtner hinzutrat und sich an dem teilnehmenden Fleiße des Herrn ergetzte. "Hast du meine Frau nicht gesehen?" fragte Eduard, indem er sich weiterzugehen anschickte. "Drüben in den neuen Anlagen",versetzte der Gärtner. "Die Mooshütte wird heute fertig, die sie an der Felswand, dem Schlosse gegenüber, gebaut hat.Alles ist recht schön geworden und muß Euer Gnaden gefallen. Man hat einen vortrefflichen Anblick: unten das Dorf, ein wenig rechter Hand die Kirche, über deren Turmspitze man fast hinwegsieht, gegenüber das Schloß und die Gärten".
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Faust - Erster Teil
Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten, Die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt. Versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten? Fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt? Ihr drängt euch zu! nun gut, so mögt ihr walten, Wie ihr aus Dunst und Nebel um mich steigt; Mein Busen fühlt sich jugendlich erschüttert Vom Zauberhauch, der euren Zug umwittert.
Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage, Und manche liebe Schatten steigen auf; Gleich einer alten, halbverklungnen Sage Kommt erste Lieb und Freundschaft mit herauf; Der Schmerz wird neu, es wiederholt die Klage Des Lebens labyrinthisch irren Lauf, Und nennt die Guten, die, um schöne Stunden Vom Glück getäuscht, vor mir hinweggeschwunden.
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Ozvěny malých scén 2
Audiokniha Ozvěny malých scén 2 - obsahuje zachycené scény a vystoupení dvojic či trojic kabaretního, popř. písničkářského typu.
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Chuť lásky. Brevíř světové milostné poezie
Audiokniha Chuť lásky. Brevíř světové milostné poezie - obsahuje výber milostnej poézie z diel svetových autorov, ktoré recitujú Jiří Adamíra, Jaroslava Adamová, Vladimír Brabec, Otakar Brousek, Eduard Cupák, Irena Kačírková, Luděk Munzar, Vladimír Ráž, Vladimír Šmeral, Josef Větrovec, Jiřina Švorcová a Václav Voska.
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Divadla malých forem
Z komentáře k původnímu kompletu DV 15249:
Už mnoho divadelních kritiků a teoretiků se snažilo najít nejvhodnější označení pro divadla, která začala v Československu vznikat v roce 1958
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Iphigenia Tauriszban / Torquato Tasso
A görög Trója-mondakör hosnojérol, Iphigeneiáról szóló tragédiáját Goethe több forrásból, de elsosorban Euripidész muvét alapul véve fogalmazta újra, eloször 1779-ben. Igen hamar be is mutatták Weimarban, ahol is Oresztész szerepét maga a költo alakította. Ezután többször is átdolgozta, végso formáját csak 1786-ban kapta meg, immár római tartózkodása alatt. Ez a változat a korábbi zaklatott szenvedély helyett klasszikus nyugalmat áraszt.
A Torquato Tasso szintén Goethe itáliai éveihez kötheto, amennyiben itt érett be a régen dédelgetett téma, végül 1788?89-ben készült el a teljes mu, több részletben ? furcsa módon elobb a negyedik felvonás, utoljára az elso. A költofejedelem személyes sértodöttsége átsüt a saját sorsát Tasso hányattatásaival párhuzamba állító drámai költemény egészén.
Míg az Iphigenia Tauriszban igen gyakran játszott, népszeru színdarab, a Tasso szinte eloadhatatlan, csak elvétve találkozhatunk vele színházaink repertoárján.
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Utazás Itáliában
1786 szeptemberében, a francia forradalom előestéjén indult útnak Goethe a régen vágyott Itália felé, Dante hazájába, ahol végül két éven át bolyong. Feljegyzéseit saját kezűleg rendezte egységes egésszé 1813-ban. Az első két részt az utazással egykorú napló- és levélnyersanyagából Goethe többé-kevésbé folyamatos művé alakította, beleillesztett számos levelet és levélrészletet, a harmadik részt viszont inkább meghagyta eredeti formájában. Az összefoglaló „tudósítások”, naplójegyzetszerű részletek közé illesztette a római karneválról szóló „néprajzi tanulmányt”, ezáltal – és a szerkesztésnek a szándékos hevenyészettsége okán – megadva a műnek a sajátosan közvetlen, feszélyezettségtől mentes, helyenként szinte vallomásszerű, még legelvontabb művészetelméleti elmélkedéseiben is bizalmas, mondhatni „parlando” jellegét. A kötetből az emberélet teljes gazdagsága bontakozik ki, az ott szerzett belátások és felismerések kortalanná emelik a művet, üzenetei és meglátásai egy egész korszakra kiterjesztették hatásukat, mi több, mintául szolgáltak az utókornak. Ez nem kevés történelmi távlatot és hatóerőt ad a kivételes munkának. Az útirajzban nemcsak Goethe élete lüktet: benne a közelebbi, római és távolabbi, weimari környezete is megelevenedik. Goethe nemcsak elmond, nemcsak leír, nemcsak beszámol széles tudással és éles szemmel, hanem élete teljessége is benne él a műben. Fordította Rónay György.
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Faust (EN)
Faust is one of the pillars of Western literature. This classic drama presents the story of the scholar Faust, tempted into a contract with the Devil in return for a life of sensuality and power. Enjoyment rules until Faust’s emotions are stirred by a meeting with Gretchen, and the tragic outcome brings Part 1 to an end.
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